Eröffnungsfest
«24h Opernhaus»

vom 18 bis 19 Sep 2026

Nach der ersten fulminanten Ausgabe zu Beginn der letzten Saison öffnet das Opernhaus Zürich auch in diesem Jahr für eine Nacht und einen Tag seine Türen. Anlässlich der Eröffnungspremiere «Die Zauberflöte» steht das Eröffnungsfest «24h Opernhaus» ganz im Zeichen der Verzauberung.

Zum Spielzeitbeginn wird das Opernhaus abermals für 24 Stunden zum Ort offener Begegnungen und ungeahnter Entdeckungen. Ab 22 Uhr beginnt die Nacht mit Konzerten und Performances, einem vierzehnstündigen Klaviermarathon, Führungen durch das Haus – und mit der Möglichkeit, auf der Hauptbühne zu übernachten.

Details zum Programm folgen.

 

Die Nacht

In seiner 1969 entstandenen Komposition für sechs Schlagzeuger «Persephassa» befragt Iannis Xenakis das Verhältnis von Raum, Zeit und Ritual. Der Titel verweist auf Persephone, die Göttin zwischen Ober- und Unterwelt: eine Figur des Übergangs. Die Perkussionistinnen und Perkussionisten des Orchesters der Oper Zürich interpretieren das Werk in einem Set-up, das die Verräumlichung des Klangs erfahrbar macht.

Rund um Mitternacht gestalten die Sängerinnen Flavia Stricker und Siena Licht Miller ein Vokalprogramm, das die lyrisch-nächtliche Stimmung in besonderer Weise einfängt, mit Werken von Heitor Villa-Lobos, Gustav Mahler und anderen.

Einen Höhepunkt bildet der Auftritt des Komponisten und DJs Gabriel Prokofiev, dessen Musik demnächst auch in Cathy Marstons neuem Ballettabend «Ein Sommernachtstraum» zu hören ist. Gemeinsam mit Musikerinnen und Musikern des Orchesters und dem Tänzer Jorge García Pérez interpretiert Prokofiev seine Werke «Breaking Screens» und «Howl!»: pulsierende Beats und Ambient-Klänge treffen auf klassische Instrumente und eine energetische Solo-Tanzimprovisation. Musik im Hier und Jetzt.

Ein weiteres besonderes Ereignis ist ab 22 Uhr im Spiegelsaal zu erleben. Erik Saties «Vexations» («Quälereien») gehört zu den grossen Kuriositäten der Musikgeschichte: Für ein kurzes Motiv schreibt Satie – wahrscheinlich 1893 – insgesamt 840 Wiederholungen vor. Was als Zumutung beginnt, wird im Verlauf der Stunden zu einer einmaligen Kunsterfahrung von besonderer emotionaler Tiefe. Eine Gruppe von Pianistinnen und Pianisten interpretiert das Werk erstmals am Opernhaus Zürich.

Der Tag

Nach einer Yoga-Session auf der Hauptbühne lassen sich ab 10 Uhr die Bühne und die Räume des Opernhauses erkunden, Werkstätten und Probesäle eingeschlossen. Das künstlerische Programm auf der Hauptbühne präsentiert unter ein Familienkonzert mit Ausschnitten aus der «Zauberflöte». In einer öffentlichen Probe zeigt das Ballett Zürich Ausschnitte aus der Neuproduktion «Ein Sommernachtstraum». Der Chor gibt Einblick in die Vorbereitung der neuen Saison und lädt zum Mitsingen ein. Weitere Einblicke in die Arbeit des Balletts Zürich gibt es auf der Studiobühne, am Kreuzplatz kann eine musikalische Probe zu «Die Fledermaus» besucht werden.

Auch der Sechseläutenplatz wird für diesen Tag zur Bühne: Tanz im Freien mit «Bal moderne», ein Konzert des Opernstudios und eine Ballettstange für alle. Die Artist:innen der «Zauberflöte» sowie Chor- und Orchestermitglieder sind mit Pop-ups und Überraschungsperformances unterwegs. Am Nachmittag lässt sich bei der «CHAOSTAGE» im Spiegelsaal das eigene Können spontan präsentieren. Den Höhepunkt des Tages bildet die öffentliche Probe von Puccinis «La rondine», während draussen DJ Louis de Fumer zur Party lädt.

Das war «24h Opernhaus» 2025/26