Anne-Sophie Mutter gehört seit fünf Jahrzehnten zu den grossen Geigen-Virtuosinnen unserer Zeit. Im badischen Rheinfelden geboren, erhielt sie mit fünf Jahren den ersten Geigenunterricht; später studierte sie bei Aida Stucki am Konservatorium in Winterthur. Sie begann ihre aussergewöhnliche Karriere 1976 bei den Festspielen in Luzern; ein Jahr später trat sie als Solistin bei den Salzburger Pfingstkonzerten unter der Leitung Herbert von Karajans auf. Seither konzertiert sie weltweit in allen bedeutenden Musikzentren und stellt neben dem klassischen Repertoirekanon auch immer wieder neue Werke vor: Insgesamt 34 Werke sowie zahlreiche eigens für sie geschriebene Bearbeitungen hat Anne-Sophie Mutter zur Uraufführung gebracht, darunter Kompositionen von Thomas Adès, Sebastian Currier, Henri Dutilleux, Sofia Gubaidulina, Witold Lutosławski, Krzysztof Penderecki, André Previn, Wolfgang Rihm, Jörg Widmann und John Williams. Ihre Popularität setzt sie gezielt für Benefizprojekte und die Förderung des musikalischen Spitzennachwuchses ein: 2008 wurde der bereits 1997 gegründete Förderkreis um die «Anne-Sophie Mutter Stiftung» erweitert; regelmässig tritt sie mit ihrem Stipendiaten-Ensemble «Mutter's Virtuosi» in aller Welt auf. 2026 feiert Anne-Sophie Mutter ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum – Anlass für Residenzen bei Institutionen wie dem Lucerne Festival und dem Wiener Musikverein sowie für Tourneen durch Europa, Nordamerika und Asien. Zu den zahlreichen Würdigungen, die Anne-Sophie Mutter zuteilwurden, zählen der «Ernst von Siemens Musikpreis» und der Leipziger Mendelssohn-Preis, der «Praemium Imperiale» sowie der Polar Music Prize. Viermal erhielt sie den begehrten «Grammy», neunmal den «ECHO Klassik» und zweimal den «Opus Klassik». Sie ist Trägerin des Grossen Bundesverdienstkreuzes, des französischen Ordens der Ehrenlegion, des Bayerischen Verdienstordens und des Grossen Österreichischen Ehrenzeichens. 2013 wurde sie zum Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Sciences, 2015 zum Honorary Fellow des Keble College der Universität Oxford ernannt; zuletzt zeichnete sie 2025 das Land Baden-Württemberg mit der Grossen Staufermedaille in Gold aus.