3. Mai 2015

Teodor Currentzis, Dirigent
Julie Fuchs, Sopran
Anna Goryachova, Mezzosopran
Orchestra La Scintilla Zürich

TEODOR CURRENTZIS (ARR.)
Suite aus Werken von Jean-Philippe Rameau

  • Weitere Informationen:
    Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.

Besetzung


Musikalische Leitung Teodor Currentzis


Sopran Julie Fuchs


Mezzosopran Anna Goryachova

Teodor Currentzis

Teodor Currentzis ist seit 2010 Künstlerischer Direktor des Staatlichen Opernhauses und Balletttheaters in Perm/Russland. Er studierte Violine am Konservatorium seiner Heimatstadt Athen sowie Dirigieren in St. Petersburg bei Ilja Musin. Internationalen Ruhm erwarb er sich mit seinem 2004 gegründeten Originalklangensemble Musica Aeterna, mit dem er u.a. im Festspielhaus Baden-Baden, im Wiener Konzerthaus, im Amsterdamer Concertgebouw, in der Berliner Philharmonie und im KKL Luzern gastierte. Als Operndirigent war er u.a. mit Bergs Wozzeck und Mozarts Don Giovanni am Moskauer Bolschoi­ Theater, Verdis Macbeth an der Bayerischen Staatsoper und an der Opéra Bastille, Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk am Opernhaus Zürich, Bizets Carmen und Mozarts Così fan tutte in Baden-Baden und einem Purcell-Abend sowie Wagners Tristan und Isolde am Teatro Real in Madrid zu erleben. Bei den Bregenzer Festspielen dirigierte er 2010 Weinbergs Die Passagierin. Er arbeitete mit Orchestern wie dem Mahler Chamber Orchestra sowie den Münchner und den Wiener Philharmonikern. Bereits dreimal wurde er mit dem renommierten russischen Theaterpreis «Die goldene Maske» ausgezeichnet. Zurzeit erscheint bei Sony ein Mozart/da Ponte-Zyklus unter seiner Leitung. Die Figaro-Einspielung erhielt 2014 den «Echo Klassik». Im Sommer 2015 gab er mit Strawinskys Perséphone und Tschaikowskis Iolantha seinen Einstand beim Festival d’Aix-en-Provence. Am Opernhaus Zürich war er zuletzt mit dem Orchestra La Scintilla und einem Rameau-Programm konzertant zu erleben und leitete erst kürzlich die Neuproduktion von Macbeth.

Julie Fuchs

Julie Fuchs, französische Sopranistin, studierte Violine und Schauspiel in Avignon sowie Gesang am CNSM in Paris. Von 2013 bis 2015 gehörte sie zum Ensemble des Opernhauses Zürich und kehrt seither immer wieder nach Zürich zurück. Hier sang sie u.a. Morgana (Alcina), Susanna (Le nozze di Figaro), Rosane (La verità in cimento), Contessa di Folleville (Il viaggio a Reims), Fiorilla (Il turco in Italia), Norina (Don Pasquale) sowie die Titelrolle in L’incoronazione di Poppea. Sie wurde dreimal bei den Victoires de la Musique ausgezeichnet und ist Chevalier de l’ordre des Arts et des Lettres. In jüngster Zeit war sie als Marie (La Fille du régiment) in Wien zu hören, als Fiorilla in Neapel, als Cleopatra (Giulio Cesare) in Amsterdam, als Leïla (Les Pêcheurs de perles) am Théâtre des Champs-Élysées, als Giunia (Lucio Silla) und Gilda (Rigoletto) in Madrid, als Musetta (La bohème) in Münchenals La Folie (Platée), Pamina (Die Zauberflöte), Giulietta (I Capuleti e i Montecchi) und Nannetta (Falstaff) an der Opéra de Paris, als Susanna beim Festival d’Aix-en-Provence, als Mélisande und Poppea in Barcelona, als Partenope in San Francisco, als Micaëla (Carmen) in Gstaad, als Adèle (Le comte Ory) an der Opéra Comique, in Versailles und in Pesaro sowie auf Tournee mit Marc Minkowski und Les Musiciens du Louvre als Aspasia (Mitridate). 2024/25 kehrt sie als Marie an die Opéra de Paris und als Susanna an die Bayerische Staatsoper zurück. Ausserdem singt sie La Stronatrilla (L’Opera Seria) an der Mailänder Scala und Cleopatra am Liceu in Barcelona. Ihr drittes Soloalbum, Amadè, ist 2022 bei Sony erschienen.

Liederabend Julie Fuchs31 Mai 2027 Fuchs & Jordan1 / 2 Jan. 2027

Anna Goryachova

Anna Goryachova studierte am Konservatorium von St. Petersburg sowie an der Accademia di Santa Cecilia in Rom. Erste Engagements führten sie u. a. an die St. Petersburger Kammeroper und mit Philip Glass’ «Witches of Venice» nach Rom. 2008 war sie Preisträgerin beim Internationalen Gesangswettbewerb Galina Wischnevskaya in Moskau. Von 2012 bis 2017 gehörte sie dem Ensemble des Opernhauses Zürich an, wo sie u. a. Eustazio («Rinaldo»), Mascha (Eötvös‘ «Drei Schwestern»), Zerlina («Don Giovanni»), Polina («Pique Dame»), Rosina («Il barbiere di Siviglia»), Melibea («Il viaggio a Reims»), Alcina (Haydns «Orlando Paladino») und Adalgisa («Norma») sang. Gastauftritte führten sie u. a. an die Vlaamse Opera in Antwerpen, das Théâtre du Châtelet und die Opéra national in Paris, die Niederländische Nationaloper, die Norske Opera in Oslo, das Teatro Real in Madrid, das Bolschoi-Theater in Moskau, die Staatsoper Unter den Linden und die Deutsche Oper in Berlin, die Royal Opera in London, das Grand Théâtre de Genève, die Wiener Staatsoper, das Theater an der Wien, die Bayerische Staatsoper München, an die Opernhäuser in Italien sowie zu den Bregenzer Festspielen. 2022 debütierte sie als Angelina («La Cenerentola») am Mariinski-Theater, zuvor war sie in Valencia für die Partie als «Beste Mezzosopranistin» ausgezeichnet worden. Als Konzertsängerin gastierte sie u. a. mit Strawinskys «Les Noces» in Rom, mit Rossinis «Stabat mater» in Pesaro, mit Verdis «Requiem» an der Opéra de Marseille und mit Honeggers «Jeanne d’Arc au bûcher» in Prag. In Zürich war sie zuletzt u. a. als Dorabella («Così fan tutte») und Sara («Roberto Devereux») zu erleben.

Werther14 / 19 Juni / 1 / 4 / 10 Juli 2026
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Orchestra La Scintilla

Die Pflege der historischen Aufführungspraxis hat am Opern­haus Zürich seit dem Monteverdi-Zyklus in den 1970er Jahren Tradition. Bei der folgenden Reihe der Mozart-Opern mit dem Lei­tungs­­­team Harnoncourt/Ponnelle wurde weiter Pio­nierarbeit geleistet, und die Musikerinnen und Musiker passten ihre Spieltechnik den neue­sten Erkenntnissen der historischen Aufführungspraxis an. 1996 formierte sich aus dem Orchester der Oper ein eigenständiges Ensemble von erstklassigen spezialisierten MusikerInnen, das sich einen hervorragenden Ruf erwerben konnte. Der Funke der Begeisterung an neuer «Alter Musik» gab dem Ensemble seinen Namen: La Scintilla – der Funke. Aufführungen mit Koryphäen des Faches wie Nikolaus Har­non­court (u.a. Il ritorno d’Ulisse in patria, Idomeneo), William Christie (u.a. Orphée et Euridice, Les Indes galantes, Orlando), Mark Minkowski (Les Boréades, Giulio Cesare), Reinhard Goebel und Giuliano Carmignola gerieten so erfolgreich, dass das Opernhaus Zürich alle barocken und fast alle aus der klassischen Zeit stammenden Opern von seiner Barockforma­tion La Scintilla spielen liess und lässt. Ausserdem konzertiert das Orchestra La Scintilla der Oper Zürich mit namhaften Solisten – Instrumentalisten wie Sängern – und tritt unter der Leitung von Ada Pesch regelmässig in den gros­­sen Konzertsälen Europas wie der Londoner Royal Festival Hall, dem Concertgebouw Am­sterdam, der Philharmonie Berlin und dem KKL Luzern auf. Äusserst erfolgreich begleitete das Orchester Cecilia Bartoli auf mehrwöchigen Konzertreisen in Nordamerika und Europa (u.a. in der Carnegie Hall).

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