Anne-Sophie Mutter gehört seit vier Jahrzehnten zu den grossen Geigen-Virtuosen unserer Zeit. Im badischen Rheinfelden geboren, erhielt sie mit fünf Jahren den ersten Geigenunterricht; später studierte sie bei Aida Stucki am Konservatorium in Winterthur. Sie begann ihre aussergewöhnliche Karriere 1976 bei den Festspielen in Luzern; ein Jahr später trat sie als Solistin bei den Salzburger Pfingstkonzerten unter der Leitung Herbert von Karajans auf. Seither konzertiert sie weltweit in allen bedeutenden Musikzentren und stellt neben dem klassischen Repertoirekanon auch immer wieder neue Werke vor: Insgesamt 24 Partituren hat Anne-Sophie Mutter zur Uraufführung gebracht, darunter Kompositionen von Sebastian Currier, Henri Dutilleux, Sofia Gubaidulina, Witold Lutosławski, Krzysztof Penderecki, André Previn und Wolfgang Rihm. Ihre Popularität setzt sie gezielt für Benefizprojekte und die Förderung des musikalischen Spitzennachwuchses ein: Zu diesem Zweck hat sie 2008 die «Anne-Sophie Mutter Stiftung» gegründet und präsentiert sich mit ihrem Stipendiaten-Ensemble «Mutter’s Virtuosi» in aller Welt, so zuletzt im Frühjahr 2016 mit einer Europatournee. Weitere Höhepunkte der vergangenen Saison bildeten ihr Auftritt im Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker sowie Konzerte mit den Wiener Philharmonikern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem London, dem Pittsburgh und dem Sydney Symphony. Zu den zahlreichen Würdigungen, die Anne-Sophie Mutter zuteilwurden, zählen der «Ernst von Siemens Musikpreis» und der Leipziger Mendelssohn-Preis. Viermal erhielt sie den begehrten «Grammy», neunmal den «ECHO Klassik». Sie ist Trägerin des Grossen Bundesverdienstkreuzes, des französischen Ordens der Ehrenlegion, des Bayerischen Verdienstordens und des Grossen Österreichischen Ehrenzeichens. 2013 wurde sie zum Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Sciences, 2015 zum Honorary Fellow des Keble College der Universität Oxford ernannt.
2. Oktober 2026
Musikalische Leitung:
Lina González-Granados