Sonder-Kammerkonzert «Cardillac»

15. Februar 2026

Flöte Rute Fernandes
Oboe Martin Danek
Fagott Elisabeth Goering
Horn Juan Bernat Sanchi
Klarinette Livio Russi, Filipa Nunes
Trompete Evgeny Ruzin

Leoš Janáček: Suite für Bläsersextett «Mládí»
Alexander von Zemlinsky: Humoreske (Rondo) für Bläserquintett
Paul Hindemith: Septett für Blasinstrumente

  • Weitere Informationen:
    Die Studiobühne im dritten Untergeschoss des Opernhauses ist nur über 52 Treppenstufen erreichbar und somit für Menschen im Rollstuhl nicht zugänglich.

Kurzgefasst

Anlässlich der Premiere von Hindemiths Oper «Cardillac» stellt dieses Kammerkonzert drei zentrale Werke der Bläserkammermusik des 20. Jahrhunderts vor. Das «Septett für Blasinstrumente» zeigt Hindemiths Stilwandel seit den 1930er-Jahren: weg vom frechen Experimentieren der früheren Schaffensperiode hin zu traditionelleren Formen und Satztechniken. Das Finale allerdings hat einen konkreten biografischen Hintergrund: Über einer Doppelfuge erklingt der alte Berner «Bärenmarsch», den Hindemith während seiner Schweizer Exiljahre kennenlernte. Eine verklärende Rückerinnerung ist Leoš Janáčeks «Suite für Bläsersextett «Mládí»» (Jugend): Der 70-jährige Komponist schrieb sie 1924 während der Arbeit an der Oper «Die Sache Makropulos», in der es um das ewige Jungsein geht. Alexander von Zemlinskys kurze «Humoreske» für Bläserquintett – ein Auftragswerk für Schulen – ist das letzte Werk des einflussreichen Wegbereiters der Moderne, der 1942 verarmt im New Yorker Exil verstarb.

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